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Paarshooting: Wie viel Zeit braucht ihr wirklich?

Ihr plant gerade euren großen Tag, steckt tief in der Timeline-Erstellung und landet unweigerlich bei der Frage: „Wie lange müssen wir eigentlich für die Paarfotos verschwinden?“

Die Sorge, die eigenen Gäste für Stunden allein zu lassen, ist groß. Schließlich wollt ihr eure Hochzeit feiern und nicht den ganzen Tag in einem „Shooting-Marathon“ verbringen. Als Hochzeitsfotograf kann ich euch beruhigen: Es geht auch entspannt.

In diesem Beitrag zeige ich euch, wie wir das Maximum aus eurer Zeit herausholen, ohne dass die Party-Stimmung kippt.

Die magische Zahl: 30 bis 45 Minuten

Für authentische, ungestellte und ästhetische Paarfotos empfehle ich in der Regel ein Zeitfenster von 30 bis 45 Minuten. Das ist der „Sweet Spot“, an dem wir genug Zeit für Abwechslung haben, ihr aber nicht das Gefühl bekommt, eure eigene Hochzeit zu verpassen.

So teilen wir diese Zeit sinnvoll auf:

  • Die ersten 10 Minuten (Das Ankommen): Wir schütteln die erste Nervosität ab. Wir laufen ein paar Schritte, ihr unterhaltet euch und ich halte einfach fest, wie ihr miteinander interagiert.

  • 20 bis 30 Minuten (Kreativität & Fokus): Hier entstehen die Bilder, die später in eurem Album landen. Wir nutzen verschiedene Hintergründe und das vorhandene Licht.

  • 5 Minuten (Der Puffer): Kurz das Kleid richten, tief durchatmen oder einfach nur den Moment zu zweit genießen, bevor es zurück zum Trubel geht.

Der Pro-Tipp: Die „Split-Methode“

Wenn ihr mich fragt, wie man die besten Ergebnisse erzielt, ist meine Antwort fast immer: Teilt das Shooting auf! Anstatt 45 Minuten am Stück weg zu sein, machen wir zwei kleinere Sessions:

  1. Session 1 (ca. 20 Min.): Direkt nach dem First Look oder während des Sektempfangs. Hier sind wir frisch und die „Pflichtbilder“ sind im Kasten.

  2. Session 2 (ca. 10–15 Min.): Während der Golden Hour. Wenn die Sonne tief steht und alles in ein goldenes Licht taucht, schleichen wir uns kurz für ein paar epische Aufnahmen raus.

Warum das Split-Shooting genial ist: Das Licht am Abend ist um Welten schöner als das harte Mittagslicht. Zudem habt ihr am Abend bereits das Ja-Wort hinter euch, seid viel entspannter und das sieht man auf den Fotos!

Faktoren, die euren Zeitplan beeinflussen

Damit die 45 Minuten auch wirklich ausreichen, sollten wir drei Dinge im Hinterkopf behalten:

1. Die Wegezeiten

Wenn euer Wunsch-Fotospot 15 Minuten Fahrtzeit von der Location entfernt liegt, müssen wir diese 30 Minuten Fahrt oben drauf rechnen.

  • Mein Tipp: Wählt eine Location für die Fotos, die maximal 5 Minuten Fußweg von euren Gästen entfernt ist.

2. Der „First Look“

Entscheidet ihr euch für einen First Look vor der Trauung? Dann können wir das komplette Shooting entspannt vorziehen. Der Vorteil: Ihr seid beim Sektempfang zu 100 % für eure Gäste da.

3. Die Anzahl der Locations

Ein Location-Wechsel während des Shootings kostet Zeit. Meistens ist es besser, an einem Ort verschiedene Ecken zu nutzen, anstatt wertvolle Zeit im Auto zu verbringen.

Euer Zeitplan-Check (Beispiel)

Hier ein kurzer Überblick, wie das Paarshooting in einen typischen Nachmittag passt:

ZeitProgrammpunktShooting-Dauer
15:30Ende der Trauung & Gratulation
16:00Beginn Sektempfang
16:30Paarshooting (Teil 1)20 Min.
16:50Zurück bei den Gästen / Gruppenfotos
18:30Einlass zum Abendessen
20:00Golden Hour Shooting15 Min.

Fazit: Qualität vor Quantität

Am Ende des Tages ist meine Aufgabe als euer Fotograf, eure Geschichte zu erzählen. Das geht am besten, wenn ihr euch wohlfühlt und Spaß habt. Ein zweistündiges Shooting, bei dem ihr nur darauf wartet, endlich wieder bei euren Freunden zu sein, liefert keine guten Bilder.

Kurz, knackig und voller Emotionen

 

Ihr seid unsicher, wie die Fotos in euren Tag passen?

Jede Hochzeit ist individuell. Wenn ihr gerade an eurem Ablaufplan bastelt und eine zweite Meinung braucht, schreibt mir einfach! Ich werfe gerne einen Blick auf eure Timeline und gebe euch Tipps aus Fotografen-Sicht.

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